MegaMarsch Mallorca 2026: 50 km rund um Alcúdia – Erfahrungsbericht & Tipps

50 Kilometer rund um Alcúdia – vom Sonnenaufgang bis in den Sonnenuntergang. Meer, Altstadt, Strand und der lange Anstieg zum Mirador de la Victoria machten meinen ersten MegaMarsch auf Mallorca zu einem intensiven Insel-Erlebnis zwischen Bewegung, Weite und perfektem "Winterwetter".

MegaMarsch Mallorca 2026: 50 km rund um Alcúdia – Erfahrungsbericht & Tipps
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Mein erster MegaMarsch auf Mallorca führte nicht, wie man denken könnte, durch Palma – sondern in und rund um Alcúdia. Und genau das hat diesen Tag so besonders gemacht.

Alcúdia im Februar ist ruhig. Fast entschleunigt. Die Altstadt mit ihren Mauern, die Bucht mit ihrem weiten Strand, die umliegenden Hügel – alles wirkt klarer, echter, weniger touristisch. Bei 17 Grad und blauem Himmel waren die Bedingungen nahezu ideal für 50 Kilometer und fast 700Höhenmeter.

Der Start im Sonnenaufgang tauchte die Bucht in warmes Licht. Während wir losgingen, lag das Meer still vor uns. Es war einer dieser Momente, in denen man weiß: Heute wird ein guter Tag.


Wenn Bilder laufen lernen

So sehr Fotos Stimmungen einfangen können – dieser Tag lässt sich eigentlich nur in Bewegung erzählen.

Das Licht am Morgen, das langsame Höherziehen der Sonne über der Bucht von Alcúdia.
Die Schritte auf Pflastersteinen in der Altstadt.
Der stetige Rhythmus beim langen Anstieg zum Mirador de la Victoria.
Der Wind oben am Aussichtspunkt.
Und dieses warme Abendlicht auf den letzten Kilometern.

All das wirkt im Video anders. Echter. Unmittelbarer.

Ich habe die Eindrücke dieses Tages in einem kurzen Zusammenschnitt festgehalten. Wenn du ein Gefühl für Strecke, Atmosphäre und Licht bekommen möchtest, schau gern rein:

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Manchmal sagen bewegte Bilder eben mehr als tausend Fotos – und noch mehr als tausend Worte.


Zwischen Altstadt, Strand und Küstenwegen

A narrow street lined with stone buildings and green shutters
Photo by George Bale / Unsplash

Die Strecke fühlte sich an wie ein konzentrierter Querschnitt dessen, was den Norden Mallorcas ausmacht.

Wir liefen durch die engen Gassen der Altstadt von Alcúdia, vorbei an historischen Mauern und über unzählige Treppenstufen. Danach öffnete sich die Landschaft wieder – Promenaden, Strandabschnitte, weite Blicke über die Bucht. Immer wieder dieses intensive Blau des Mittelmeers, das selbst müde Beine kurz vergessen lässt, wie viele Kilometer noch vor einem liegen.

Es war keine monotone Strecke. Jeder Abschnitt hatte einen eigenen Charakter. Mal urban, mal naturbelassen, mal flach und fließend – und dann plötzlich fordernd.


Der lange Anstieg zum Mirador de la Victoria

Der eigentliche Höhepunkt – im wahrsten Sinne des Wortes – war der lange Anstieg zum Mirador de la Victoria.

Dieser Abschnitt kam nicht abrupt. Er baute sich langsam auf. Erst merkt man nur, dass es stetig bergauf geht. Dann werden die Schritte kürzer. Die Gespräche weniger. Der Puls höher.

Es ist kein kurzer, giftiger Hügel – sondern ein langer, ehrlicher Anstieg. Einer, der Geduld verlangt. Und Rhythmus.

Mit jedem Höhenmeter wurde der Blick weiter. Die Bucht von Alcúdia lag irgendwann unter uns, das Meer schimmerte im Licht. Und genau dort oben befand sich der zweite Verpflegungspunkt.

Dieser Moment hatte etwas Symbolisches: Man kämpft sich hoch – und wird oben empfangen. Mit Aussicht. Mit Verpflegung. Mit lächelnden Volunteers.

Der Mirador war für mich der emotionale Wendepunkt des Tages. Nicht nur körperlich fordernd, sondern auch mental klärend. Danach wusste ich: Heute bringe ich das sauber ins Ziel.


Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

Was diesen MegaMarsch zusätzlich besonders machte, war das perfekte Timing. Wir starteten mit der aufgehenden Sonne – und wir liefen in den Sonnenuntergang hinein.

Als das Licht am Abend weicher wurde und die Schatten länger, war die Müdigkeit spürbar. Aber sie fühlte sich verdient an. Die letzten Kilometer entlang der Küste hatten etwas Meditatives. Jeder Schritt war langsamer als am Morgen – aber bewusster.

Ein kompletter Tag in Bewegung. Von der ersten bis zur letzten Lichtminute.


Offseason – ruhig, aber nicht immer einfach

Der Februar brachte die typische Nebensaison-Stimmung mit sich. Wenig Touristen, entspannte Wege, eine fast intime Atmosphäre.

Gleichzeitig zeigte sich die Realität: Viele Lokale waren geschlossen. Und selbst wenn Google Maps „geöffnet“ versprach, stand man nicht selten vor verschlossener Tür. Gerade in den Tagen zuvor und danach spontan ein Café zu finden, war teilweise überraschend schwierig.

Das war kein Drama – aber eine Erfahrung, die man einplanen sollte, wenn man den Marsch mit ein paar zusätzlichen Inseltagen verbindet.


Organisation mit Herz

Die Organisation war, wie man es vom MegaMarsch kennt, zuverlässig und stimmig. Die Verpflegungspunkte waren sinnvoll gesetzt – besonders der am Mirador fühlte sich perfekt getimt an.

Und wie immer waren es die Volunteers, die den Unterschied machten. Freundlich, motivierend, aufmerksam. Gerade an einem langen Anstieg merkt man, wie viel ein paar ehrliche Worte bewirken können.


Fazit: Alcúdia war die perfekte Bühne

Rund um Alcúdia hat dieser MegaMarsch eine besondere Atmosphäre entfaltet. Meer, Altstadt, Berge, Aussicht – alles an einem Tag.

Der lange Anstieg zum Mirador de la Victoria bleibt mir als Schlüsselmoment in Erinnerung. Nicht nur wegen der Höhenmeter, sondern wegen des Gefühls oben angekommen zu sein – körperlich und mental.

Mein erster MegaMarsch auf Mallorca war ein großartiger Start in das Wanderjahr und damit nicht nur ein Event. Er war ein kompletter Tag Insel, Bewegung und Weite.


Strecke & Höhenprofil

Wer es genauer wissen möchte: Die komplette Route inklusive Höhenprofil habe ich separat verlinkt. Gerade der lange, stetige Anstieg zum Mirador de la Victoria wird im Profil noch einmal deutlich sichtbar – auf der Karte wirkt er harmloser, als er sich in den Beinen anfühlt.

Das Höhenprofil zeigt schön, wie abwechslungsreich die 50 Kilometer rund um Alcúdia wirklich waren: flache Passagen entlang der Bucht, wellige Abschnitte und dann dieser eine markante Anstieg, der den Charakter des Tages geprägt hat.

Die Strecke bei Komoot: https://www.komoot.com/de-de/tour/2793001116

Für alle, die solche Events planen oder vergleichen möchten, lohnt sich ein Blick darauf – denn Kilometer allein erzählen selten die ganze Geschichte.


Deine Erfahrungen? Deine Empfehlungen?

Warst du selbst schon beim MegaMarsch auf Mallorca – vielleicht sogar rund um Alcúdia?
Wie hast du den Anstieg zum Mirador de la Victoria erlebt? Lockerer Spaziergang oder ehrlicher Kampf gegen die Schwerkraft?

Mich interessiert:

  • Wie hast du die Strecke empfunden?
  • Mallorca eher zur Offseason – oder lieber Hauptsaison?
  • Welche anderen 50-km-Events auf Inseln oder mit Meerblick kannst du empfehlen?

Schreib's gern in die Kommentare. Der Austausch mit anderen, die ähnliche Wege gehen, macht diese Projekte erst richtig wertvoll.


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